Gastlichkeit in Eichstätt hat eine lange Tradition. Schon von einem Eichstätter Bischof des 10. Jahrhunderts wurde berichtet, er säße "kurz in der Messe und lang bei Tisch".
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Eine Auswahl Eichstätter Sehenswürdigkeiten in Stichworten: Quelle: TIE
Dom
Bauteile vorwiegend des 11. bis 16. Jahrhunderts über Vorgängerbauten seit dem 8. Jh.. Spätgotische Hallenkirche mit Mortuarium und Kreuzgang. Barocke Westfassade von Gabriel de Gabrieli (1716-18), Pappenheimer Altar (1489-97), Hochaltar (um 1480 und 1884), Hl. Willibald, wohl von Loy Hering (1514), Buchenhüller Madonna (um 1430), Glasfenster von Hans Holbein d.Ä. (um 1500). In den Räumen über dem Kreuzgang finden Sie das Domschatz und Diözesan-Museum.
www.bistum-eichstaett.de/dioezesan-museum/
Ehemalige fürstbischöfliche Residenz
Barocker Dreiflügelbau von Jakob Engel und Gabriel de Gabrieli (1700-27); Treppenhaus und Spiegelsaal im Stil des Rokoko von Mauritio Pedetti (1767 /68); Ausstattung u.a. von Johann Michael Franz (Deckengemälde) und Johann Jakob Berg (Stuck und Skulptur); 1817-1833 Residenz der Herzöge von Leuchtenberg; seit 1976 Landratsamt.
Residenzplatz
Bedeutsame städtebauliche Anlage von europäischem Rang (zwei Sterne im Baedeker). Randbebauung von Gabriel de Gabrieli (1725-1736). Ehemalige Kavaliershöfe, ehemaliges Generalvikariat, Kanonikerhöfe, ehemalige fürstbischöfliche Kanzelei (Residenzplatz 2). Platzausgestaltung mit Marienbrunnen / Mariensäule von Mauritio Pedetti (1776 /77), Figuren von Johann Jakob Berg.
Evangelisch-Lutherische Pfarrkirche (Erlöserkirche)
Backsteinbau von August Thiersch (1885-87) in frühchristlich und italienisch-romanischen Formen.
Schutzengelkirche
Wandpfeilerkirche, wohl von Hans Alberthal (1617-20). Reiche Innenausstattung (1717 -39), Fresken von Johann M. Roßner (1717), Gemälde von Johann E. Holzer (Hochaltar 1739 und rechter vorderer Seitenaltar) und Johann G. Bergmüller (Seitenaltäre 1732 /33). Angrenzend ehem. Jesuitenkollegium (17. /18. Jh.), heute bischöfliches Priesterseminar. Leonrodplatz: Bauten des 17. und 18. Jahrhunderts von Jakob Engel, Gabriel de Gabrieli und Mauritio Pedetti, neubarocker Wittelsbacher Brunnen von Carl Sattler und Irene Hildebrand (1905).
Hofgarten
Ehemals in französichem Stil angelegter Garten der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts, ab 1817 zu einem "Englischen Garten" umgestaltet. An der Südmauer Pavillons von Gabriel de Gabrieli (1739), Mittelpavillon durch Mauritio Pedetti zu einem Belvedere mit Fontäne verändert (1779 - 1781). Figurenschmuck und Brunnenanlagen von Johann Jakob Berg und Ignaz Breitenauer.
Zusammenspiel von Natur und Architektur (Sommerresidenz, Pavillons, Brunnen). Außergewöhnlicher Baumbestand (Arboretum) aus heimischen und exotischen Vertretern (Mammutbaum, Ginkobaum, Trompetenbaum).
Ehemals fürstbischöfliche Sommerresidenz
Lustschloß mit mittlerem Wohntrakt und zum Garten geöffneten Galerieflügeln von Gabriel de Gabrieli (1735 -37); Festsaal mit Deckengemälde von Johann E. Holzer (1737). Heute Sitz der Universitätsverwaltung der Katholischen Universität Eichstätt Ingolstadt, Innenumgestaltung durch Karljosef Schattner. www.ku-eichstaett.de
Kapuzinerkloster und Kapuzinerkirche Hl. Kreuz und zum Hl. Grab
Mitte 12. bis Mitte 15. Jh. Schottenkloster, seit Anfang 17. Jh. Kapuzinerkloster; Klosterbauten des 17. Jhs. ab 1985 fast vollständig durch Neubauten ersetzt. Schlichter barocker Kirchenbau (1623 -25), im barock ausgestatteten Innern als kunst- und kulturhistorische Kostbarkeit: Nachbildung des hl. Grabes von Jerusalem (um 1160).
Ostenfriedhof Katholische Friedhofskapelle Maria Schnee (bez. 1535, Veränderungen im 18. Jh. ); and den Wänden der Kapelle und der Umfassungsmauer zahlreiche historisch und künstlerisch bedeutsame Denkmäler, hier finden sich auch die Grabsteine für Gabriel de Gabrieli und Mauritio Pedetti.
Ehemaliges Kloster und Klosterkirche Notre Dame de Sacre Coeur
Zentralbau von Gabriel des Gabrieli mit phantasievoll geschwungener Fassade (1719 -21); im Innenraum Fresken von Johann G. Bergmüller; das Inventar im Gefolge der Säkularisation und Profanierung (1806) veräußert; Klosterbauten von Benedikt Ettl.; Seit 1989 Sitz des Informationszentrums Naturpark Altmühltal mit Ausstellungen zu Natur, Kultur und Freizeitmöglichkeiten des Naturparks sowie angegliederter Biotopgarten.
Marktplatz mit Rathaus
Mittelpunkt der Bürgerstadt mit Willibaldsbrunnen von Jakob Engel (1695), Figur des Heiligen Willibald wohl von Hans Krumper (1625 -28). Reste der ehem. Kollegiatspfarrkiche (Collegiata Eichstätt) Unserer Lieben Frau (1472 -1546), abgebrochen 1818, daneben mittelalterlicher Gebäudekomplex mit barocker Fassade, sonstige Platzrandbebauung meist aus dem 17. und 18. Jh. . Rathaus mit Turm mittelalterlich (1444), Umgestaltung in barock-biedermeierlichen Formen (1823 /24).
Kloster und Pfarrkirche Sankt Walburg
Seit dem 9. Jahrhundert Grablege der Heiligen Walburga; 1035 Gründung des Benediktinerinnenklosters; weitläufige Klosteranlage des 17. und 18. Jhs. Barocker Kirchenbau von Martin Barbieri auf mittelalterlicher Grundlage (1629 -31); Turm von Benedikt Ettl (1746). Reiche Innenausstattung (ab 1664); Altargemälde von Joachim Sandrart und Johann H. Schönfeld. Zweigeschossige Gruftkapelle mit mittelalterlicher Grabanlage (um 1450 /60),spätgotischem Skulpturenschmuck und unzähligen Votivbildern und -gaben.
Kapelle Maria Hilf
Sogenannte Wasserkapelle am Kapellbuck, Zunftkapelle der Tuchmacher und Färber: mittelalterlicher Chor (1457) und barockes Kirchenschiff (1656); Deckengemälde von Johann M. Franz.
Heilig Geist Spitalkirche
Spital seit Mitte des 13. Jhs.; heute noch bestehende caritative Stiftung durch Bischof Martin von Eyb (1697 -1704) mit Spitalbauten und barockem Kirchenbau von Jakob Engel (1698 -1703), Innenausstattung des 18 Jahrhunderts.
Willibaldsburg
Langgestreckte auf einer Bergzunge gelegene Anlage, von 1355 bis 1725 verteidigungsfähiger und repräsentativer Wohnsitz der Bischöfe von Eichstätt. Bauten von der Gründung bis ins 18. Jahrhundert. Bedeutsam die Hochrenaissanceanlage des Gemmingenbaus mit Zweiturmfassade nach den Plänen Elias Holls (1609 ff). Im Nordflügel des Gemmingenbaus seit 1976 das Juramuseum (Innenausbau durch Karljosef Schattner); im Südflügel da Ur- und Frühgeschichtliche Museum.
Jura-Museum
Im Mittelpunkt stehen die weltberühmten Fossilien der Solnhofer Plattenkalke aus der Jura-Zeit. Kostbarstes Stück ist ein Original des Archaeopteryx. Der Aquarienraum zeigt "lebende Fossilien" wie Perlboot, Pfeilschwanz und Knochenhecht sowie Aquarien mit Korallen und Fischen. Eine Multivisionsschau informiert über die Entstehung des Lebens. www.jura-museum.de
Museum für Ur- und Frühgeschichte
Eine Attraktion ist das Skelett eines ca. 6.000 Jahre alten Mammuts. Zeugnisse der Eisengewinnung der Keltenzeit sowie zahlreiche Funde aus den Römerkastellen bzw. -siedlungen sind ebenso zu sehen. Eine Besonderheit ist die "Groma", ein römisches Vermessungsgerät, das einzige seiner Art, das nördlich der Alpen gefunden wurde.
Marienkapelle auf dem Frauenberg
Zierlicher Zentralbau, vollendet durch Gabriel de Gabrieli (1739); Ausstattung und Mariengnadenbild des 18. Jahrhunderts. www.altmuehltal-fuehrungen.de
Kloster Rebdorf
Ehemaliges Augustinerchorherrnstift, gegründet um 1165. Romanische und gotische Basilika (12. /13. Jahrhundert), barockisiert durch Matthias Seybold (1732 -34); Fresken von Josef Ditrich, reiche Stukkaturen; das bewegliche Inventar ging im Gefolge der Säkularisation verloren. Klostergebäude des 18. Jahrhunderts, Konventbau mit 183 Meter langer Schauseite zur Altmühl und repräsentativer Arkadenhof von Gabriel de Gabrieli (1715 ff.).
Figurenfeld
Im Hessental, drei Kilometer entfernt zwischen Eichstätt und Landershofen gelegen und auch über die Jurahochstraße erreichbar (Parkplatz), liegt das von Bildhauers Alois Wünsche-Mitterecker (1903 bis 1975) geschaffene Figurenfeld, das mit 78 plastischen Darstellungen die Leiden veranschaulicht, die Kriege verursachen. Die Absicht des Künstlers war, ein Mahnmal für Frieden und Freiheit und gegen Krieg und Gewalt in der kargen Juralandschaft zu schaffen.
Museum Bergér
Im Privatmuseum Bergér ist eine überwältigende Auswahl an Fossilien zu sehen, die alle rund um den Eichstätter Blumenberg gefunden worden sind. Als einmaliger Fund gilt ein Raubfisch, der beim Verschlingen seiner Beute den Tod fand. Versteinerungen, Mineralien, Schmuck- und Edelsteine können im Museumsladen gekauft werden. www.museum-berger.de
Bastionsgarten "Hortus Eystettensis"
Informationsgarten über die Pflanzenwelt des "Hortus Eystettensis" auf der östlich gelegenen Schmiedebastion der Willibaldsburg. Der weltbekannte Renaissancegarten wurde unter Fürstbischof Johann Konrad von Gemmingen Ende des 16. Jahrhunderts eingerichtet. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Anlage weitgehend vernichtet. Der Informationsgarten ist bepflanzt nach handkolorierten Kupferstichen in dem berühmten Prachtband von Basilius Besler aus dem 17. Jahrhundert.
Westenfriedhof
Der Westenfriedhof diente vom 16. bis zum 19. Jahrhundert als Begräbnisstätte. Heute ist er die stimmungsvolle, beschauliche Parkanlage mit barocker Kreuzigungsgruppe und zahlreichen historischen Grabsteinen. An der Südseite der kleinen Rechteckanlage die Friedhofskapelle St. Michael (1536).
Quellenangabe: Mit freundlicher Genehmigung der Tourist Information Eichstätt u.a.m.
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